Sonntag, 29. Juni 2014

KEINE Kampfansage an das Patentsystem

IMHO: Kampfansage an das Patentsystem - Golem.de
"Die Idee, dass Patente Innovationen schützen, wird viel zu selten hinterfragt. Dass ein unbestritten sehr innovatives Unternehmen wie Tesla hier einen anderen Weg geht, sollte Grund genug sein, sehr grundsätzlich über die Vor- und Nachteile des Patentsystems zu diskutieren."
Elon Musk ist nicht Steve Jobs und wird doch mit ihm verglichen - ein Missverständnis mit Ursachen und Wirkungen. Golem zitiert den Tesla Gründer, er habe...

"...festgestellt, dass sein größtes Problem nicht sei, dass seine Konkurrenten ebenfalls Elektroautos bauten. Vielmehr sei das größte Problem, dass die Mehrzahl weiterhin konventionelle Verbrennungsmotoren baue. "
Die Freigabe der Patente soll nach dieser Logik die Entwicklung des Marktes für Elektrofahrzeuge von den retardierenden Kräften der etablierten Produkte befreien. Eine generelle Kritik am Patentsystem ist das - bei allen berechtigen Zweifeln - also eher nicht. Vielmehr kann man aus dem Mund eines Betroffenen erfahren, wie die aktuellen Marktwiderstände zu bewerten sind.



Der Vergleich mit Unternehmen, die auf dem Markt der Erneuerbaren Energien tätig sind, zeigt dort wie hier, dass deutlichere Entscheidungen der den Rahmen für technische und ökologische Erneuerungen setzenden Protagonisten, namentlich Regierungen von Staaten, Ländern und Kommunen gefragt sind, eine politische Entscheidung zu treffen, um den Wettbewerb auf neue Gebiete zu lenken.



Genau das ist auch ihre Aufgabe und hat - nach dem europäischen Staatsverständnis - nichts mit marktwidriger Regulierung zu tun. Wo und wie im Detail eine Abwägung stattfinden muss, kann nicht im Einzelnen vorhergesagt werden, nur soviel: momentan kann ein Umsteuern zugunsten erfolgversprechender neuer Technologien gar nicht heftig genug angegangen werden, imho.

Keine Kommentare:

Kommentar posten