Sonntag, 6. Juli 2014

E-Mails wieder nach Hause holen #webuwant

"E-Mails sollten zu Hause aufbewahrt werden und nicht auf den Servern der Provider", meint die Redaktion von Golem.de
Moment! Meine Mails sind doch bei mir zu Hause auf dem Rechner oder auf dem Smartphone. Was soll da nicht stimmen?

Erinnern wir uns an unsere erste Email-Installation. Damals lernten wir neu den Begriff "POP" oder "POP3", der gar nichts mit Musik zu tun hat. Seit einigen Jahren preisen die Provider uns "IMAP" als Standard an, POP nur noch als Ausnahme.

Der Unterschied? Bei POP werden die Email-Daten vom Server des Providers kopiert und nach erfolgreichem Abschluss dort sofort gelöscht. Bei IMAP hingegen legt unser Email-Programm Kopien der Verzeichnisse und Daten vom Server des Providers an, die miteinander synchronisiert werden. Die Emails bleiben immer auch auf dem Server des Providers und damit außerhalb von "zu Hause".

Wussten wir das nicht schon und haben nur nicht reagiert, nachdem bekannt wurde, dass weiteste Teile der Provider-Daten von Geheimdiensten durchsucht werden? Wir wussten es, aber haben nichts unternommen, vielleicht weil wir in alter Gewohnheit Email für etwas Privates auf unserem Rechner "zu Hause" gehalten haben.

Jetzt aber höchste Prio, die Dinge nach dem Stand der Dinge neu anzuordnen und die Daten wirklich "nach Hause" zu holen.

- Datensicherheit beim Provider ermitteln...
- IMAP auf sofortiges Löschen konfigurieren oder POP einstellen...
- oder den ganzen IMAP-Server nach Hause holen:
Eigene Cloud: E-Mails nach Hause holen - Golem.de: E-Mails sollten zu Hause aufbewahrt werden und nicht auf den Servern der Provider.
Korrekter Vorschlag. Und wie geht das? Golem schlägt "eine seit Jahren erprobte Kombination aus Postfix, Dovecot und Fetchmail" auf der Basis der Linux Distribution Debian vor.

Und da ist es wieder, unser Problem: Das (sichere) Internet ist immer noch wenigen Experten vorbehalten, während das "Volk" den Versprechungen der Volksprovider Telekom etc. vertrauen muss und am Ende die böse Wahrheit aus den Papieren eines amerikanischen "Spions" (Snowden) erfährt?

Vattaunsa ist gespannt, welche Lösung das zuständige Bundesamt für die Bürger bereit hält. Wer über fortgeschrittene Erkenntnisse verfügt, kann sich gern dazu in den Kommentaren äußern.

Fortsetzung folgt.

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