Dienstag, 21. Januar 2014

Angst vor der Bedeutungslosigkeit - ADAC


Angesichts von ca. 19 Mio. Mitgliedern erschien dem Verantwortlichen (ein Sündenbock wurde ja gefunden) die Zahl von 76.000 Votes zu mickrig, sie wurde kurzerhand verdreifacht.

Und das finde ich noch äußerst bescheiden gepfuscht. Denn das Problem liegt - imho - ganz woanders: Jeder - Verzeihung! - Arsch verursacht heute eine größere Welle in den Webportalen als eine ADAC-Umfrage. That sucks!
  • Thema Auto verliert an Bedeutung, v.a. bei den jungen Leuten gegenüber der Welt der mobilen Kommunikationsgeräte
  • Umweltbewusstsein und die entstehende "Sharing-Kultur" wirken mit
  • Kommunikation über die ADAC-Zeitschrift oder die Geschäftsstellen auf dem Niveau der 70er Jahre stehengeblieben
Darin erkenne nicht nur ich Parallelen zu anderen Traditionsbetrieben, die mit dem Medienwandel nicht klar kommen. Aber Lügen haben kurze Beine, vor allem digitale.

Dabei machen es die Autohersteller selber doch viel besser und kreieren mit ihren Marken-Fans die Trends und Themen gemeinsam. 1 Mio Fans auf seiner Facebook-Seite konnte Audi gerade verkünden.

Kommunikation bedeutet heute nicht mehr, Themen zu inszenieren, sondern die Themen aus der Community abzuholen. Wenn eine Kampagne sich in der Bedeutungslosigkeit verläuft, wird das sofort offensichtlich sein: keine Likes, keine Shares, keine Klicks.

Der ADAC wird seine Chance nun ausgerechnet mit dem Medium suchen müssen, das ihn jetzt zum Straucheln gebracht hat: die Medien, das Web und Social Media. Kompetente Leute dafür gibts schon. Die Alten müssen aber erst noch Platz machen und der Prozess kann dauern.

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