Freitag, 2. Januar 2015

Und sie dreht sich noch - die Schallplatte

2015 … good news: Vinyl verkauft sich in den USA immer besser 


Philps AG 1035
Ich bin mein eigener Anachronismus, geprägt auf antike Musikreproduktionstechnik, ich bin quasi vor dem Plattenschrank meiner Eltern großgeworden, einer Truhe mit aufklappbarem Röhrenradio und Plattenwechsler und integriertem Surroundsound. - Was den Kids späterer Jahre der Fernseher, der Walkman, der Atari, der Gameboy, die Playstation oder das Smartphone bedeutete, war für mich der Plattenspieler (Philips AG 1035).

Die Faszination drehender Scheiben (auch beim Spulentonband) hat mich seither nicht verlassen. Bei den ersten CD-Player konnte man die sich drehende Silberscheibe sogar noch sehen. In MP3-Playern dreht sich dagegen gar nichts mehr.

Digital ist wie Till Schweiger als Ivan Rebroff

Ich müsste lügen, wenn meine Begeisterung über digitale Audio-Speicher, von CD bis MP3 nicht fast genauso groß wäre: Endlich war Stille in der Musik auch wirklich still, lauteste Passagen in der Innenrille erklangen unverzerrt und das sogar unterwegs ohne großes Equipment.

Doch jetzt wo dieser Traum schon lange Routine ist, kehrt die Faszination von drehenden Scheiben wieder und klingt überraschend gut, (denn das Gehör ist auch nicht besser geworden).

Bestimmte Alben existieren - bei mir - auch nur als Vinyl-Schallplatte. Viele gibt es natürlich auch als CD- oder MP3-Album, aber das wäre wie eine Neuverfilmung der "Feuerzangenbowle" mit Till Schweiger in der Hauptrolle, geht gar nicht!

Downloaden old school

Vollenweiders "Behind the gardens" ist so eine Scheibe, die existiert für mich nur in schwarz mit Rillen. Und das tollste daran ist: um den geschätzt 1.200 schwarzen Scheiben (ohne Singles) in unserem Wohnzimmer ein gesuchtes Exemplar hinzuzufügen, brauche ich nur beim BlueSite Recordshop in der Stapenhorststraße im Bielefelder Westen in den Laden zu gehen. Ich könnte auch online bestellen, aber Alben schrankweise zieht mich magisch an. Das ist besser als Downloaden!


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